TAG 6 - Das erste Interview nach dem Medal Race

Aktualisiert: 4. Aug. 2021


ÖSV-Pressereferent Christopher Käferle hat unsere beiden Burschen unmittelbar nach dem letzten Rennen interviewt - hier sein Bericht:



„Für uns war es schön, heute im Medal-Race dabei gewesen zu sein. Es war ein tolles Feeling am Wasser, eine ganz besondere Spannung – vor allem wenn man sieht, wie knapp es tatsächlich zugeht“, erzählte Benjamin im Anschluss an den Finallauf. Dort fuhr das Duo vom Yacht Club Bregenz zu einem fünften Rang. „Platz fünf in diesem Rennen ist nicht sensationell, eher solide, wie die gesamte Regatta eben. Trotzdem haben wir es heute genossen und können auch ein wenig stolz sein auf das Erreichte. Wir haben uns bei unseren ersten Olympischen Spielen in den Top-10 klassiert“, so der Steuermann weiter, der aber auch eingesteht, dass sie nicht glücklich seien. In den dreizehn Rennen der Olympia-Kampagne klassierten sich die beiden sieben Mal unter den besten zehn Booten, zwei Mal in den Top-5. „Nach so einer langen Vorbereitung auf die Olympischen Spiele war das Segeln hier schon eine coole Sache. Dass es jetzt vorbei ist, erzeugt ein spannendes Gefühl – das muss ich erst noch einordnen. Ähnlich ist es, wenn ich an den Regatta-Verlauf denke. Es ist unglaublich schön, dass wir unser ursprüngliches Ziel zu den Spielen zu fahren und hier teilzunehmen erreicht haben und dadurch wunderbare Momente erleben durften. Auf der anderen Seite sind wir auch ein wenig enttäuscht, es ist halt ein ‚Mischmasch‘ der Gefühle“, beschrieb David.

Für die beiden OeSV-Athleten hatte sich bereits mit der Teilnahme an den Olympischen Spielen ein Traum erfüllt: „Grundsätzlich war es unser größtes sportliches Ziel hierherzukommen. Das haben wir geschafft. Wir waren gut vorbereitet und haben alles gegeben. Dass es am Ende nicht gereicht hat, ist enttäuschend. Aber die Möglichkeit bekommen zu haben hier teilzunehmen, macht uns stolz.“ Elf Jahre lang haben die beiden Sportler diesem Traum nahezu alles untergeordnet. „Die Teilnahme hier war unser großes Ziel und wir wollten hier bestmöglich vorbereitet antreten und mitsegeln – und das haben wir definitiv geschafft“, ergänzt David. Die beiden nehmen sehr viel Positives aus dieser Olympia-Kampagne mit. „Eine der schönsten Erfahrungen war es zu sehen, wie wichtig es im Leben ist ein Ziel zu haben. Ein Ziel kann so viel Energie freisetzen. Und, dass man auf sich selbst schaut, Dinge tut, die richtig und stimmig für einen sind“, weiß der Vorarlberger Benjamin. Sein Tiroler Segelpartner David Hussl nannte das „Team rund um uns“ als großen Anker. „Es war wirklich schön erleben zu dürfen, wie groß die Unterstützung von Familie, Freunden, Verband und Sponsoren war. Das hat in jeder Sekunde perfekt funktioniert und jeder hat sich für den anderen ins Zeug gelegt.“



Rang Punkte


1. GBR Dylan Fletcher, Stuart Bithell 58

2. NZL Peter Burling, Blair Tuke 58

3. GER Erik Heil, Thomas Ploessel 70

4. ESP Diego Botin, Iago Marra 70

5. DEN Jonas Warrer, Jakob Precht 82

6. NED Bart Lambriex, Pim Van Vugt 87

7. POR Jorge Lima, Jose Costa 94

8. CRO Sime Fantela, Mihovil Fantela 106

9. POL Lukasz Przybytek, Pawel Kolodzinski 108

10. AUT Benjamin Bildstein, David Hussl 114



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